Die Renaissance der klassischen Lederjacke

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Die klassische Lederjacke feiert in diesen Tagen eine Renaissance. Zugegeben, so richtig verschwunden war sie nie so ganz. Für Viele blieb sie ein Must-Have, wegen ihrer vielfältigen Kombinierbarkeit. Auch mehr als 100 Jahre nach ihrer Entstehung ist sie Teil des modischen Geschehens. Auf den Laufstegen der Modemetropolen ist die Bikerjacke beständiger Dauergast. Allerdings mit kleinen Veränderungen. Um heutigen Ansprüchen gerecht zu werden, hat sie sich angepasst und ein Update bekommen. Der Unterschied liegt, wie so oft, im Detail.

Die Gesichte der Lederjacke

Die Geschichte der klassischen Lederjacke beginnt 1914. Eine winddichte Blousonjacke wurde anfangs für Piloten entworfen. Als Fliegerjacke hielt diese bald Einzug in den alltäglichen Gebrauch. 1920 wurde sie in etwas verkürzter Form als Schutzkleidung für Motorradfahrer vorgestellt. Die erste Bikerjacke ihrer Art hieß "Schott Perfecto". Sie wurde zur Stilikone der 1950 er Jahre und von zahlreichen Filmstars und Rockmusikern getragen.

Mit der Zeit gegangen

Ein Modeartikel, der es so lange schafft, sich in der Modewelt zu etablieren, muss sich anpassen können. In den 1950 er Jahren war die schwarze Lederjacke sehr mit männlichen Attributen behaftet.

Typischer, prominenter Vertreter damals war Marlon Brando, der weltberühmt mit ihr wurde in seinem Film "The wild One". Seine "Perfecto" stand für pure Rebellion. In dieser Zeit traten die ersten Rocker in Erscheinung und machten die schwarze Motorradjacke zu ihrem heroischen Symbol. In den folgenden Jahren entdeckten immer mehr Frauen das maskuline Kleidungsstück für sich. Denn die Jacke ging mit der Zeit, sie veränderte sich.

Plötzlich gab es sie in farbiger Ausführung oder reichlich verziert mit Nieten und Strass-Steinen. Stilikonen wie Debby Harry, Kate Moss und Madonna griffen den Trend auf und sorgten dafür, dass die flippigen Lederjacken zum modischen Dauerbrenner in den 1980-1990 er Jahren wurde.

Ein Update im Millennium

In den 2000 er Jahren gerieten schrille Popfarben und glitzernde Verzierungen für Lederjacken langsam in den Hintergrund. Wer heute topmodisch sein will, trägt klare und erdige Töne. Brit-Chic ist angesagt, für den zum Beispiel die britischen Modelabel Belstaff und Matchless stehen. Hochwertigkeit steht im Vordergrund und gespielt wird mit dem gekonnten Einsatz von Lederelementen.

Ein Hauch von Abenteuer bleibt nicht verwehrt. Matchless beweist mit seiner "Movie Collection", dass eine klassische Lederjacke keinesfalls langweilig ist. Die Action Stars internationaler Blockbuster wie "The Avengers" "Star Wars" tragen die stylischen Stücke in ihren großen Kinoerfolgen. Hollywoodstars wie Daniel Craig oder Arnold Schwarzenegger präsentieren sich gerne ihren Fans in der neusten Version einer klassischen Lederjacke.

Welche Schnitte sind heute angesagt

Moderne Lederjacken gibt es im Biker Style und als Blazer in vielen interessanten Variationen. Der raue, funktionale Stil passt gut zum angesagten urbanen Casual-Style. Sie bietet viele Möglichkeiten zur Kombination, ohne sich aufzudrängen.

Nachhaltigkeit und Ethik

Themen, die heute viele Kunden in ihrer Kaufentscheidung beeinflussen, sind Nachhaltigkeit und Ethik. Belstaff zum Beispiel hat sich entschieden ab 2019 ganz auf Pelze zu verzichten. Welche Kriterien vorherrschen bei einer Produktion, ist aktuell ein wichtiges Thema.

Wurde sie fair hergestellt? Engagiert sich das Unternehmen sozial? Fragen, die heute geklärt sein wollen, vor dem Kauf einer Lederjacke.

Fazit Die klassische Lederjacke feiert heute ihre Renaissance. War sie anfangs eher zweckmäßig und funktionell, wurde sie in den 1950ern zur schwarzen Stilikone. Farbig und glitzernd präsentierte sie sich in den 1980ern und 1990ern.

In der heutigen Zeit wird vor allem auf Qualität und nachhaltige Produktion wert gelegt, wie uns Nico von Gotlands Fashion erklärt hat. Sie schaffte es, sich hier anzupassen und auch farblich den richtigen Ton zu finden. Die klassische Lederjacke geht jeden Weg mit, sie hat sich verändert und ist erwachsen geworden. Der verlässliche Begleiter hat seinen Stil gefunden.